Ist es normal, mehr wahrzunehmen als andere?

Ist es normal, mehr wahrzunehmen als andere?

Warum kaum jemand darüber spricht – und wie du mediale Wahrnehmung ganz klar von Wunschdenken unterscheiden kannst.

Ist es normal, dass du manchmal schon weißt, wer am Telefon dran ist, bevor du überhaupt hingesehen hast? Dass du in einem Traum ein Ereignis siehst, das ein paar Tage später tatsächlich eintritt? Dass Schatten um dich herumhuschen, eine Spannung in der Luft liegt, eine Blockade einfach da ist, ohne dass du sagen könntest, woher du das weißt?

Die Antwort darauf ist ganz klar: ja. Das ist völlig normal. In dieser Zeitqualität öffnen sich immer mehr Menschen, und wir nutzen unsere medialen Kanäle längst mitten im Alltag – in der Familie, mit Freunden, auch im Job. Diese Kanäle sind einfach in unser Leben integriert. Diese Erlebnisse selbst sind also gar nicht so selten.

Warum kaum jemand darüber spricht

Was tatsächlich selten ist: dass darüber gesprochen wird. Sehr viele Menschen, die in meine Seminare kommen, haben intensivste Wahrnehmungen oder stehen an deren Anfang – doch sie können mit kaum jemandem darüber reden, aus Angst, dafür für verrückt erklärt zu werden.

Das war lange auch bei mir so. Als Operndirektorin hatte ich meine mediale Wahrnehmung längst am Start und habe sie auch aktiv genutzt – doch ich habe niemandem davon erzählt. Ich wollte seriös bleiben, und dazu passte das in meiner Wahrnehmung damals nicht. Die eigentliche Seltenheit liegt also nicht in der Wahrnehmung selbst, sondern im Schweigen darüber. Und dahinter liegt oft eine sehr unbewusste, aber sehr starke Angst: dass du, wenn du dich mit diesen Wahrnehmungen zeigst, nicht mehr dazugehörst und damit allein bleibst.

Darfst du trotzdem noch dazugehören, wenn du das wahrnimmst? Ja. Es ist ein Prozess, dich langsam in Gespräche hineinzubegeben und dich vorzutasten – und du wirst merken, dass immer mehr Menschen dankbar sind, wenn du deine Erfahrung teilst, weil sich gerade so viele für diese Kanäle öffnen und der Bedarf da ist, darüber zu sprechen. Mit dieser Wahrnehmung bleibst du nicht allein.

Der Zweifel gehört dazu

Direkt hinter dieser Frage liegt meist eine zweite, leisere: Was, wenn ich mich täusche? Was, wenn ich mir das alles nur einbilde? Dieser Zweifel taucht auf dem medialen Weg früher oder später bei allen auf – er war auch bei mir da.

Es gibt zwei Varianten: Manche Menschen bringen ihre Gaben einfach aus der Kindheit mit und haben sie nie abgelegt. Andere öffnen sich erst im Erwachsenenalter für die mediale Wahrnehmung – und gerade wenn du zu dieser zweiten Gruppe gehörst, wird dich dieser Zweifel begleiten. Dass diese Frage da ist, ist gut – sie zeigt dir, dass du wirklich beginnst, dich zu öffnen. Du darfst diesen Zweifel mit hineinnehmen, annehmen und trotzdem immer weiter in die Wahrnehmung hineingehen. Was dabei hilft, ist zu wissen, woran du mediale Wahrnehmung von Einbildung oder Wunschdenken unterscheiden kannst – dazu gleich mehr.

Wie du mediale Wahrnehmung von Wunschdenken unterscheidest

Je mehr du dich darauf einlässt, desto klarer wirst du irgendwann spüren, dass mediale Wahrnehmung eine andere Qualität von Information ist. Ein paar Unterscheidungsmerkmale:

Mediale Wahrnehmung ist ruhig und klar – sie kommt in dein Bewusstsein, und du weißt, dieser Satz ist jetzt da, das stimmt, es geht weiter. Wunschdenken dagegen ist aufgeregt, verwirbelt, flatternd – es geht um Ziele und Wünsche, die du erreichen möchtest.

Bei medialer Wahrnehmung bist du neutral. Du brauchst im Prinzip keine Zustimmung von anderen, weil es eine innere Wahrheit, eine Weisheit von dir ist – und wenn du beginnst, sie zu teilen, wirst du merken, dass du diese Zustimmung gar nicht brauchst, auch wenn sie fast immer trotzdem kommt. Bei Wunschdenken willst du hingegen recht haben, überzeugen, dass der andere Mensch dir zustimmt.

Mediale Wahrnehmung ist weit, natürlich und selbstverständlich – die Information weitet sich wie über dich hinaus. Wunschdenken dagegen ist eng: Du hast ein klares Ziel, einen festgelegten Weg.

Und schließlich: Bei medialer Wahrnehmung bist du präsent, im Hier und Jetzt – die Information ist einfach da. Beim Wunschdenken oder bei der Einbildung bist du dagegen eher im Stress, weil du unbedingt das Richtige sagen, es beweisen, es können musst. Genau dieser Stressfaktor untergräbt dann oft die eigentliche Wahrnehmung – und darfst du einfach üben, damit sein und dich tiefer einlassen, ob du dir das nur einbildest oder wirklich wahrnimmst, ist dabei eine Frage, die sich mit der Zeit von selbst klärt.

Bei der medialen Wahrnehmung geht es darum, dass du zuerst vertraust – der Beweis kommt nachher. Wir wollen meistens zuerst wissen, dass es stimmt, und erst dann, wenn wir sicher sind, etwas aussprechen. Bei medialer Wahrnehmung ist die Richtung umgedreht: Du darfst dich zuerst in das hineinvertrauen, was du wahrnimmst, es aussprechen und teilen – und dann erst wahrnehmen, dass das, was du wahrgenommen hast, auf ein Ja bei den anderen Menschen stößt.

Essenz: Mediale Wahrnehmung ist ruhig, neutral und gegenwärtig – Wunschdenken ist aufgeregt, sucht Zustimmung und drängt auf ein Ziel; du darfst zuerst vertrauen, der Beweis kommt von selbst.

Mehr zum Vertiefen deiner medialen Wahrnehmung


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Ist das noch normal? Wenn du mehr wahrnimmst als andere | Transmissions von Devinaya
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Zwischen den Welten – Valeria Told

Mein Name ist Valeria Told und ich stehe für eine geerdete, freiheitliche Mystik. Als ehemalige Intendantin bringe ich pragmatische Struktur und klare Ausrichtung in die Welt der Medialität. Seit 2016 erforsche ich erweiterte Bewusstseinszustände aktiv mit meinem Kanal zum Nicht-Physischen, Devinaya.

Als mediale Mentorin begleite ich dich dabei, deine eigenen Kanäle sicher zu öffnen, deine medialen Fähigkeiten zu entfalten und deine wahre Bestimmung in die Welt zu tragen. Damit du in deinem Erwachensprozess tiefer gehen und deine spirituellen Potenziale voll und ganz leben kannst.

Valeria Told lächelnd auf einer Terrasse, Portrait für die Wer-bin-ich-Sektion

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