Warum Traurigkeit zu deinem spirituellen Weg gehört
Über Traurigkeit, Scham und Frustration als Wegbegleiter der medialen Entwicklung — und warum Freundlichkeit mit dir selbst in beiden Phasen zählt.
Wenn wir uns auf den Weg in die Medialität begeben, beginnen, unser Bewusstsein zu erweitern und zu erforschen, was es da alles an spirituellen oder medialen Fähigkeiten gibt – das beginnt bei Meditation, geht über Out-of-Body-Experiences, schamanische Reisen, Mantren, Gesänge, Energy Healing, Sound Healing, und vieles mehr. Wenn wir uns in höhere Dimensionen hinein verbinden, ist dieser Weg häufig ein bisschen stolprig, mit Hürden gespickt. Bei ganz vielen Menschen gehört Traurigkeit dazu – und das nicht ohne Grund.
Dieser Weg der Öffnung unserer spirituellen und medialen Fähigkeiten, der Erweiterung unseres Bewusstseins, ist eng damit verbunden, dass du fühlst, dass du ins Fühlen hineinkommst und dich darauf einlässt. Traurigkeit ist ein sehr starkes und präsentes Gefühl, das die Macht hat, ganz viel zu lösen. Neben ihr gehören auch Scham, Schuld, schlechtes Gewissen oder Frustration dazu – Emotionen, die eher auf der dunkleren Seite dessen stehen, was wir mit unserem Verstand kategorisieren. Warum gehören diese Emotionen dazu, wenn wir uns auf diesen medialen, spirituellen Weg begeben?
Sie gehören deswegen dazu, weil etwas passiert, wenn du dich auf diesen Weg machst: Du bringst dein ganzes System in eine gewisse Balance, ein Gleichgewicht. Du schaffst Sicherheit, Geborgenheit, du nimmst dich in deiner Präsenz wahr – und dadurch gewinnen die verschiedenen Körper, die in uns wohnen, an Sicherheit. Je mehr Stabilität, Sicherheit und Balance wir gewinnen, desto mehr können sich auch unbequeme Wahrheiten zeigen, desto mehr können wir uns auf die tiefen Gefühle einlassen, die wir häufig weggedrückt haben, weil sie mit Verletzungen zu tun haben – aus der Kindheit, manchmal noch aus der Zeit im Bauch der Mutter, aus Vorleben oder aus der Jugend. Einige Traumata kennen wir bewusst, andere gar nicht, weil wir uns so erfolgreich davon dissoziiert haben, dass wir überhaupt lebensfähig waren.
Was immer dieses Trauma für dich sein mag: Wenn du auf diesem Weg bist, bist du auf einem Weg der Heilung. Diese Heilung geschieht in einem Ausgleich – nachdem du dir etwas angeschaut, einen Teil integriert, ein Gefühl zu dir genommen, dein inneres Kind in Sicherheit gebracht hast, bedarf es hinterher wieder einer Phase der Ruhe und Entspannung, in der du Kräfte sammeln kannst. Und wenn dann wieder ausreichend Energie da ist, kann sich das nächste zeigen. Deswegen darfst du mit dir sehr geduldig und sehr freundlich sein – sowohl wenn sich etwas zeigt, das dir zu schaffen macht, als auch wenn du dich in der Phase der Entspannung, des Kräftesammelns befindest. Beides ist für dein Sein, für deine Präsenz und für dein ganzes Zusammenspiel an Energien wichtig.
Erlaube dir wirklich von Herzen, wenn du in eine Phase kommst, in der du einfach Kräfte tankst – vielleicht am Strand, vielleicht beim Lesen eines Buches, vielleicht täglich beim Meditieren, vielleicht beim Spazierengehen. Es gibt nicht die eine richtige Methode dafür. Was aber richtig ist: Wenn du beginnst, dich selbst kennenzulernen und auf dich zu hören, nimmst du wahr, wann du bereit bist, etwas anzuschauen und zu integrieren, und wann eine gewisse Müdigkeit oder Erschöpfung da ist, die dir zeigt, dass es Zeit ist, gut für dich zu sorgen.
Dieser Prozess ist auf beiden Seiten herausfordernd und manchmal anstrengend – weil wir uns oft unbewusst Vorwürfe machen, wenn wir Kräfte sammeln müssen („warum habe ich mich so leer gemacht?“), und weil uns, wenn sich etwas zeigt, Glaubenssätze hochkommen wie „ich bin selbst schuld“ oder „das sollte ich doch längst wissen“. Genau dieser Teil macht es so anstrengend, weil wir uns selbst gegenüber Vorurteile haben, dass wir längst gelernt haben müssten, schneller integrieren müssten. Stattdessen dürfen wir beide Seiten annehmen – sie einfach zu uns kommen lassen, egal was sich zeigt, und mit diesem Prozess, der wirklich ein Weg ist, freundlich und liebevoll mit uns selbst weitergehen.
Und wenn es einmal hapert, du gerade nicht sehr freundlich mit dir warst, kannst du das einfach nachholen – dich bei dir selbst entschuldigen: Das tut mir leid, ich nehme wahr, dass ich gerade nicht gut mit mir war. Und ab jetzt sorge ich wieder für mich, denn ich habe mich lieb. Dabei kann es enorm wohltuend sein, dich einfach selbst richtig in den Arm zu nehmen, dich in deiner eigenen Energie zu wiegen. Alles da sein lassen, was da ist, oder abfließen lassen, wenn etwas abfließen will – einfach mit dem sein, was sich in dir zeigt. Vielleicht kommst du mit ein paar Tränen heraus, vielleicht mit einem Lächeln. Alles ist in Ordnung.
Essenz: Traurigkeit auf dem spirituellen Weg ist kein Rückschritt – sie zeigt sich erst, wenn du genug Sicherheit gewonnen hast, um ihr überhaupt begegnen zu können.
Zwischen den Welten – Valeria Told
Mein Name ist Valeria Told und ich stehe für eine geerdete, freiheitliche Mystik. Als ehemalige Intendantin bringe ich pragmatische Struktur und klare Ausrichtung in die Welt der Medialität. Seit 2016 erforsche ich erweiterte Bewusstseinszustände aktiv mit meinem Kanal zum Nicht-Physischen, Devinaya.
Als mediale Mentorin begleite ich dich dabei, deine eigenen Kanäle sicher zu öffnen, deine medialen Fähigkeiten zu entfalten und deine wahre Bestimmung in die Welt zu tragen. Damit du in deinem Erwachensprozess tiefer gehen und deine spirituellen Potenziale voll und ganz leben kannst.

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