Der weibliche Wechsel — vom Verlust zur Klarheit
Warum die Wechseljahre kein Zustand sind, der überstanden werden muss, sondern ein bewusster Prozess hin zu einem neuen Bild der Älteren.
Der weibliche Wechsel, die Wechseljahre — das ist ein Thema, das früher oder später bei jeder Frau an die Tür klopft. Und nicht nur bei den Frauen. Auch bei den Männern, die diesen Prozess an ihrer Seite begleiten.
In der Transmission „Wechseljahre als spirituelle Transformation“ kamen dazu ein paar wirklich berührende und äußerst wichtige Informationen durch. Deshalb möchte ich heute noch einmal genauer hinschauen, was das für uns bedeutet.
Es geht in den Wechseljahren um einen ganz bewussten Prozess der Veränderung — einen, in den wir uns als Frauen, und auch als Männer an der Seite dieser Frauen, einlassen dürfen.
Zuerst kommt die Phase des Loslassens. Loslassen der Fruchtbarkeit, was sich ganz natürlich auch körperlich zeigt. Dann kommt die zweite Phase, die der Veränderung — all die körperlichen Zimperlein, die bei der einen intensiver sind und bei der anderen kaum spürbar. Vermehrte Blutungen. Schlaflosigkeit. Worte, die einem nicht mehr einfallen wollen. Hitzewallungen, die zur Tagesordnung werden. Ein bisschen Orientierungslosigkeit. Und aus diesen beiden Phasen heraus darf die dritte entstehen: die Phase der Klarheit, der Präsenz, des Seins.
Wichtig ist die Erkenntnis: Dieser Prozess ist nicht einfach nur lästig. Er muss nicht einfach überstanden werden.
Er ist ein Prozess, der für die Frau selbst wichtig ist — um in diese Klarheit hineinzuwachsen, in ein neues Bild der guten Älteren, die eine neue Identität hat, eine neue Funktion in der Familie, in der Gesellschaft, in der Menschheit. Und er ist gleichzeitig ein Prozess für die ganze Erde. Für Mutter Erde, der wir wie unsere Fruchtbarkeit zurückgeben, damit dieser Zyklus in anderen Frauen weiterleben kann, in den nächsten Generationen. Für die ganze Menschheit. Weil es darum geht, gemeinsam ein neues Bild der guten Älteren zu entwickeln — und auch des guten Älteren.
Gerade in dieser Leistungsgesellschaft, in der wir stehen, haben wir eher eine Abneigung davor, in diese Phase einzutauchen. Statt Angst zu haben — untätig zu werden, nichts mehr wert zu sein, all die alten Muster, den Mangel, den wir durchs ganze Leben getragen haben, jetzt im Alter noch einmal zu erleben — dürfen wir es anders sehen: als bewussten Prozess der Veränderung. Hin in ein neues Sein. Hin in ein neues Frauenbild. Hin in ein neues Männerbild.
Das ist die Aufgabe, die wir als Menschen der neuen Zeit tatsächlich haben. Eine neue Identität entstehen zu lassen, gemeinsam zu erschaffen. Denn die Älteren — die ältere Frau, der ältere Mann — sind ein starker Kanal für Energie. Sie können die Erde tragen. Sie können die Menschheit halten.
Am Ende geht es nicht mehr darum, etwas zu tun, um zu gefallen, gesehen, anerkannt oder geliebt zu werden — oder um etwas zu vermeiden.
Durch diesen Loslösungsprozess — die körperliche Veränderung, weil die Fruchtbarkeit geht, die hormonellen Verschiebungen, die Stimmungsschwankungen, das alles gehört dazu — wächst eine neue Kraft des Seins. Es geht um Wirksamkeit. Um wirksam präsent zu sein. Da zu sein. Es ist nicht mehr, besser wissen zu müssen. Es ist nicht einmal mehr ein Geben. Es ist vielmehr ein Sein. Und in diesem Sein Vorbild zu sein — das ist etwas, das wir als Gesellschaft wirklich brauchen, damit wir gut durch diesen Prozess hindurchkommen.
Mit den Longevity-Aktionen, mit der ganzen Beauty-Industrie versuchen wir eher, diesen Teil abzuspalten. Nicht alt zu werden. Dabei liegt in diesem Alter eine enorme Kraft. Wir dürfen das ganze Glaubenssystem dazu verändern — damit wir uns freuen, dort hineinzugehen. Denn wenn wir uns freuen, wenn wir in diese Präsenz, in diese Klarheit hineinkommen, werden wir wie unsterblich. Unsterblichkeit liegt nicht darin, dass wir das Alter wegmachen. Sie liegt darin, dass wir dort hingehen.
Die Integration, das bewusste Durchgehen durch diesen Prozess — egal, ob am Anfang, mittendrin, oder schon dahinter — das ist es, was zählt. Alle diese Zeitebenen sind gleichzeitig da. Du darfst eintauchen, wo auch immer du gerade stehst.
Zwischen den Welten – Valeria Told
Mein Name ist Valeria Told und ich stehe für eine geerdete, freiheitliche Mystik. Als ehemalige Intendantin bringe ich pragmatische Struktur und klare Ausrichtung in die Welt der Medialität. Seit 2016 erforsche ich erweiterte Bewusstseinszustände aktiv mit meinem Kanal zum Nicht-Physischen, Devinaya.
Als mediale Mentorin begleite ich dich dabei, deine eigenen Kanäle sicher zu öffnen, deine medialen Fähigkeiten zu entfalten und deine wahre Bestimmung in die Welt zu tragen. Damit du in deinem Erwachensprozess tiefer gehen und deine spirituellen Potenziale voll und ganz leben kannst.

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