Wann täuscht dich deine Wahrnehmung?

Wann täuscht dich deine Wahrnehmung?

Warum sich mediale Wahrnehmung manchmal irrt – und was das über deinen Weg sagt.

Ist das echt, oder bilde ich mir das nur ein? Vor zwei Wochen habe ich dir gesagt: Erst vertrauen, der Beweis kommt nachher. Das bedeutet, dass du etwas aussprechen darfst, bevor du sicher bist. Und daran hängt sofort die nächste Frage: Und was, wenn es nicht stimmt?

Die vier Qualitäten, an denen du mediale Information von reinem Wunschdenken unterscheidest, habe ich dir ausführlich im Spirit Talk „Ist es normal, mehr wahrzunehmen als andere?“ beschrieben. Kurz zusammengefasst: Mediale Information ist ruhig, neutral, weit und kommt in der Präsenz zu dir – Wunschdenken ist aufgeregt, will recht haben, ist eng und bringt Stress.

Warum sich der Irrtum einschleicht

Auch wenn es diese Qualitäten gibt, heißt das nicht, dass du nie danebenliegst. Den Irrtum gibt es – da möchte ich ganz ehrlich sein. Aus meiner Erfahrung entsteht er an drei Stellen.

Der erste Bereich ist dein eigenes Übersetzungssystem. Du nimmst etwas wahr, und dein System übersetzt diese Wahrnehmung in ein Bild, einen Satz oder ein Gefühl – das sind die Kanäle Hellsehen, Hellhören, Hellfühlen. Das ist wirklich wie eine Sprache, die du lernen darfst, und wie bei jeder Sprache kann sich am Anfang etwas verschieben. Du darfst dich in dieses System erst eintunen, es einordnen lernen und dir dabei selbst mit Geduld begegnen.

Wenn die Wahrnehmung stimmt, aber der Zeitpunkt nicht

Der zweite Bereich ist der Zeitpunkt. Die Wahrnehmung stimmt, aber das Timing nicht. Als ich mich vor Jahren auf meinen eigenen Weg gemacht habe, erzählte mir eine Freundin beim Kaffeetrinken, sie verstehe überhaupt nicht, warum plötzlich alle in ihrem Umfeld Yoga machten und sich mit „so komischen Dingen“ beschäftigten. Ich habe damals nichts weiter gesagt und das Thema für mich abgeschlossen. Jahre später, als ich mit meiner Medialität längst nach außen gegangen war und mein Buch veröffentlicht hatte, kam genau diese Freundin auf mich zu – inzwischen selbst mitten in ihrem eigenen Erwachensprozess. Was zum damaligen Zeitpunkt nicht dran war, war Jahre später genau richtig.

Das gilt genauso für dich selbst. Manchmal hast du eine Wahrnehmung und denkst, das muss jetzt sofort passieren – und dann geschieht es erst in drei Wochen oder erst in drei Monaten. Bewusstseinserweiterung ist kein lineares System, das du Schritt für Schritt abarbeitest. Es ist eine Entwicklung in Wellen, die mit deiner eigenen Entfaltung verbunden ist. Esther Hicks beschreibt das über die Lehren von Abraham sehr treffend: Wenn du dich in diese Art der Wahrnehmung hineinbegibst, geht es nicht darum, sofort spezifisch zu sein, sondern erst einmal allgemein wahrzunehmen und zu fühlen – denn vielleicht hat die andere Seite mit dir etwas ganz anderes vor, als du gerade denkst.

Wenn sich der eigene Wunsch einmischt

Der dritte Bereich ist dein eigener Wunsch, der sich einfach mit hineinmischt. Das passiert mir selbst heute noch, wenn ich in einem Seminar sitze und mich dabei erwische, wie ich denke: Jetzt muss ich aber liefern, jetzt muss ich zeigen, was ich kann. Genau in diesem Moment schaltet sich das Wunschdenken dazwischen, und der Wahrnehmungskanal wird enger. Dann darfst du einfach freundlich mit dir sein und dich wieder hinein entspannen.

Was du tun darfst, wenn du dich geirrt hast

Der Irrtum ist also real – und die Antwort darauf ist Ehrlichkeit. Zuerst dir selbst gegenüber, dann gegenüber anderen. Mir selbst geht es manchmal so, dass ich mitten in einem Channeling merke: Das kommt jetzt nicht mehr durch mich, das spreche ich selbst. Dann breche ich einfach ab. Und auch in Seelenlesungen – den Einzelgesprächen, in denen Menschen mir Fragen an die andere Seite mitbringen – nehme ich in Kauf, dass manchmal nichts kommt. Das ist bei mir bislang noch nicht vorgekommen, aber ich gehe jedes Mal mit dieser Bereitschaft hinein. Denn wenn nichts kommt, dann ist genau das gerade die richtige Antwort für diesen Menschen.

Der Irrtum gehört zu deinem Weg

Nicht nur, dass es den Irrtum gibt – du darfst dich auch irren. Das gehört wirklich dazu, denn genau durch den Irrtum lernst du den Unterschied kennen zwischen dem, was passt, und dem, was nicht passt. Bekommst du von jemandem die Rückmeldung, dass etwas nicht stimmig war, darfst du es bei dieser Person lassen – vielleicht musste die Information genau so bei ihr landen, auch wenn sie sie erst Wochen oder Jahre später weiterverarbeiten kann. Du darfst dann bei dir bleiben und nachspüren: War das stimmig, oder hat sich mein eigenes Wunschdenken eingeschlichen, mein Bedürfnis, gesehen zu werden oder wichtig zu sein?

Zu diesem Einlassen und Vertrauen gibt es ein ganzes Kapitel in „Mehr als diese Welt“ – über die 14 Sphären des erweiterten Bewusstseins, deinen Zugang zu anderen Dimensionen und genau diese Frage von Vertrauen und Zweifel.

Vertraue deiner eigenen Wahrnehmung – und vertraue genauso deinem Weg, wenn du dich einmal irrst. Om.

Essenz: Der Irrtum ist kein Beweis gegen deine Wahrnehmung, sondern ein Teil ihres Wachstums – du darfst dich irren und trotzdem weiter vertrauen.

Mehr zum Vertiefen deiner medialen Wahrnehmung

Zwischen den Welten – Valeria Told

Mein Name ist Valeria Told und ich stehe für eine geerdete, freiheitliche Mystik. Als ehemalige Intendantin bringe ich pragmatische Struktur und klare Ausrichtung in die Welt der Medialität. Seit 2016 erforsche ich erweiterte Bewusstseinszustände aktiv mit meinem Kanal zum Nicht-Physischen, Devinaya.

Als mediale Mentorin begleite ich dich dabei, deine eigenen Kanäle sicher zu öffnen, deine medialen Fähigkeiten zu entfalten und deine wahre Bestimmung in die Welt zu tragen. Damit du in deinem Erwachensprozess tiefer gehen und deine spirituellen Potenziale voll und ganz leben kannst.

Valeria Told lächelnd auf einer Terrasse, Portrait für die Wer-bin-ich-Sektion

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