Wissen und Erfahrung — warum du beides brauchst
Warum Techniken und Methoden nur Hilfsbrücken sind, es aber letztlich keinen Königsweg gibt — und warum Medialität ohne die eigene Erfahrung nicht geht.
In meinen Spirit Talks und diesen Artikeln hier gibt es Wissen für dich. Und da fragst du dich vielleicht: Warum muss ich denn so viele Dinge wissen? Ein spiritueller Weg basiert auf zwei Teilen: das eine ist das Wissen, das Verständnis, das andere ist, die Erfahrung selbst zu machen. In gewisser Weise sind beide hilfreich und gut.
Du kannst den Weg der reinen Erfahrung gehen und dich einfach völlig in die Erfahrung hineingeben. Das ist absolut möglich – in den meisten Fällen aber ein etwas langsamerer Weg, weil wir die Erfahrungen, die wir machen, dann nicht so richtig einordnen können, uns nicht so richtig orientieren können. Da hilft uns der Mentalkörper, wenn wir Wissen haben (dazu gibt es auch schon ein eigenes Video über die vier Körper, in das du gerne kurz reinschauen kannst).
Dieses Wissen unterstützt uns ungemein, wenn wir uns auf den Erfahrungsweg einlassen. Es hilft dir, dich in dieser 3D-Welt zurechtzufinden und ein Verständnis zu entwickeln, was das alles bedeutet – und das wiederum lässt die Erfahrungen tiefer werden. Wenn du dann Erfahrungen machst, entwickelst du wieder neues Wissen und verstehst das ganze Zusammenspiel. So ist das ein Zirkel, der stattfindet.
Wenn du die Möglichkeit hast, dir Wissen anzueignen – über Bücher, Seminare, Videos – dann kann das ungemein bereichernd sein für den Weg der Erfahrung, den du gehst. Nichtsdestotrotz ist die Erfahrung das Grundlegende. Du kannst nicht medial oder spirituell sein, wenn du im Wissen verankert bleibst, wenn du einfach nur liest, Videos schaust, in Seminaren bleibst. Es geht darum, dass du dich ganz einlässt auf diesen Erfahrungsschatz, auf das, was sich dir zeigen will und wie es sich zeigen will. Auch dafür gibt es kein Patentrezept.
Selbst wenn du dir Wissen aneignest und Erfahrungsberichte und Techniken von anderen Menschen lernst, die bei ihnen gut geklappt haben – manchmal sogar auf Anhieb –, kann es sein, dass das bei dir genauso nicht passt oder nicht klappt, weil du ein anderes Übersetzungssystem hast für diese mediale, spirituelle Welt. Dennoch: Wenn du weißt, was es alles gibt, kannst du unterschiedliche Dinge ausprobieren und hineinspüren, ob das für dich das Richtige ist. Wichtig ist immer im Hinterkopf zu behalten, dass alle Methoden und Techniken, die du lernst, um in die Medialität einzutauchen, nur so etwas wie Hilfsleitern sind.
Es ist ein bisschen so, als möchtest du auf die andere Seite eines Flusses. Wenn eine Brücke da ist, kann es leichter gehen – aber ein paar Meter weiter gibt es vielleicht eine andere Brücke, über die du auch gehen kannst. Oder du schwimmst durch den Fluss. Oder das Wasser ist so niedrig, dass du hindurchwaten kannst. Oder es gibt ein Boot, vielleicht sogar einen Fährmann. Es gibt nicht die eine Methode, wie du auf die andere Seite gelangst, wie du dich damit verbindest – und sehr wohl führen alle diese Wege dahin.
Wenn du aber durch den Fluss schwimmen willst und nicht schwimmen kannst, ist diese Methode für dich einfach nicht geeignet – dann ist es besser, du schaust dich um und siehst: Oh, da gibt es ja eine Brücke. Genau das ist ein bisschen die Falle, wenn wir beginnen, Methoden von anderen Menschen zu lernen: Manchmal überhöhen wir sie und meinen, das ist das Ein und Alles, weil wir vielleicht Menschen kennengelernt haben, für die genau das perfekt war – weil sie eben schon schwimmen konnten.
Wenn wir zum Beispiel beginnen, Informationen von der anderen Seite, aus einer anderen Dimension zu erhalten, haben wir oft die Idee: Ich muss das visuell sehen, ich muss wie in einem Film drin sein, oder wenn ich Informationen channele, muss ich sie hören, weil andere Menschen das so erleben. Dem ist überhaupt nicht so. Manchmal ist genau das der richtige Kanal für dich, und manchmal ist es wichtig, dass du dich darauf einlässt, einen anderen Kanal für dich zu erforschen – welcher Kanal deiner ist, das ist wirklich dir überlassen.
Wir haben tendenziell einen bevorzugten Kanal: den auditiven, den visuellen, den kinästhetischen (fühlen), oder auch den olfaktorischen und gustatorischen (riechen, schmecken). Wenn du auf deine eigene Sprache achtest, findest du auch heraus, welche Begriffe du eher benutzt – „ich sehe das gut“ (visuell) oder „das fühlt sich gut an, das ist stimmig für mich“ (kinästhetisch). Wenn du herausgefunden hast, welchen bevorzugten Kanal du hier in der 3D-Welt hast, kannst du überprüfen, ob das auch der Kanal ist, mit dem du dich leicht auf die andere Seite verbinden kannst. Es kann aber auch genau umgekehrt sein: Weil du in deinem visuellen Kanal schon so geübt und festgefahren bist und so genau weißt, was du sehen müsstest, nutzt die andere Seite vielleicht bewusst einen anderen, unbeobachteten Kanal – weil du sonst nicht wirklich hinhören würdest. Es kann aber genauso gut der Kanal sein, in dem du hier so stark unterwegs bist, weil es der ist, über den es am leichtesten ist, dir Informationen zu liefern. Es gibt kein Patentrezept dafür.
Erfahrung ist wirklich das A und O. Medialität geht ohne die eigene Erfahrung nicht. Und du kannst diese Erfahrung auch nicht wirklich jemand anderem erklären – wir nutzen zwar Worte, um sie in irgendeiner Form zugänglich zu machen, aber wenn eine andere Person diese Worte nicht versteht, dann ist das nicht, weil mit dir etwas falsch ist. Für manche besonderen Erfahrungen gibt es einfach keine Sprache. Das ist in unserem Erfahrungsschatz einfach vorhanden, und wir können diese Erfahrung der anderen Person auch gar nicht beweisen – das ist nicht vorgesehen. Deswegen lass den Druck fallen, dass alles stimmen, überprüfbar, gerechtfertigt, legitimierbar sein muss.
Erfahrung geht, wenn du auf dem Weg bist, wirklich anders. Es ist zuerst ein tiefes Vertrauen hinein in die Erfahrung. Und sobald du Erfahrungen sammelst, dich selbst besser kennenlernst und wahrnimmst, mit welchen Kanälen, mit welchen Hellsinnen Informationen, Energien, Bilder, Worte oder Gefühle zu dir kommen – das sind ganz klare Wegweiser in deinem Leben. Lass dich einfach ganz auf diese Erfahrung ein, lerne dich selbst kennen und lerne, mit dieser Erfahrung zu sein und sie einzuordnen. Dazu hilft dir dann wieder das Wissen.
Denn es geht darum, dass wir diese Hellsinne hier integrieren, dass wir das teilen, dass wir damit in Verbindung gehen mit anderen Menschen. Dieser ganze Weg der Medialität, der Spiritualität ist nicht ein Weg in dich hinein, damit du allein bist. Natürlich ist es ein Weg der Innenschau – aber diese Innenschau will integriert werden in dein ganzes Leben, in alle Menschen, mit denen du verbunden bist, in deine Arbeit, in deine Beziehungen. Nicht, indem du da irgendetwas bewusst machst, sondern einfach, indem du es erlaubst, indem du es hineinfließen lässt. Und dadurch gewinnst du selbst enorm – und auch alle Menschen um dich herum gewinnen dadurch so viel. Es entsteht so viel Wohlgefühl, wenn du dich auf diese Erfahrung einlässt.
Essenz: Wissen und Erfahrung brauchen sich gegenseitig – doch Medialität geht letztlich nicht ohne die eigene Erfahrung, denn dafür gibt es kein Patentrezept und keine Sprache, die alles erklärt.
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Zwischen den Welten – Valeria Told
Mein Name ist Valeria Told und ich stehe für eine geerdete, freiheitliche Mystik. Als ehemalige Intendantin bringe ich pragmatische Struktur und klare Ausrichtung in die Welt der Medialität. Seit 2016 erforsche ich erweiterte Bewusstseinszustände aktiv mit meinem Kanal zum Nicht-Physischen, Devinaya.
Als mediale Mentorin begleite ich dich dabei, deine eigenen Kanäle sicher zu öffnen, deine medialen Fähigkeiten zu entfalten und deine wahre Bestimmung in die Welt zu tragen. Damit du in deinem Erwachensprozess tiefer gehen und deine spirituellen Potenziale voll und ganz leben kannst.

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