Medialität ist ein Muskel

Medialität ist ein Muskel

Warum Druck, Bewertung und ein ausgeschalteter Verstand den Fortschritt bremsen.

Wenn du nach Medialität lernen suchst, hast du die erste Frage schon beantwortet: Aus „Kann ich das?“ ist „Wie übe ich das?“ geworden. Das ist ein wichtiger Schritt. Auf dieses Üben, Trainieren und Lernen schauen wir jetzt genauer hin.

Medialität ist wie ein Muskel

In meiner Wahrnehmung und in meiner Erfahrung ist Medialität wie ein Muskel. Er darf trainiert werden, und es darf regelmäßig geübt werden. Das gilt vor allem am Anfang, aber auch dann, wenn du vertiefen willst und eine Schicht tiefer kommen möchtest. Kurze Einheiten, die regelmäßig sind und häufiger wiederholt werden, helfen dir dabei. Ich meine das wortwörtlich wie bei einem Muskel: Täglich ein paar kurze Einheiten sind besser als einmal im Monat vier Stunden ganz intensiv und danach einen Monat lang gar nichts.

Üben, Offenheit und Vertrauen

Beim Lernen braucht es drei Dinge.

Das erste ist regelmäßiges Üben. Als ich begonnen habe, für mich selbst Informationen herunterzuchanneln, kam immer wieder: Üben, Üben, Üben. Ich habe es groß auf eine einzelne Seite in mein Notizbuch geschrieben, denn es ist wichtig, kontinuierlich dranzubleiben.

Das zweite ist Offenheit. Wenn du mediale Fähigkeiten lernen oder vertiefen willst, darfst du offen und neugierig bleiben für das, was sich zeigt. Es kann etwas anderes sein, als du erhofft oder dir ausgemalt hast. Vielleicht interessiert dich ein Thema, du gehst weiter und kommst dort nicht weiter. Dann war es möglicherweise gar nicht dazu da, dass du Schreibchannel- oder Sprechchannelmedium wirst, sondern es gibt dir neue Impulse, wie dein Weg weitergeht. Vielleicht sprichst du später mit verstorbenen Seelen, wie auch immer dein Weg verläuft. Diese Neugierde und diesen Forschergeist darfst du beibehalten. Offenheit ist in meiner Wahrnehmung fundamental wichtig.

Das dritte ist Vertrauen. Du darfst in deine medialen Wahrnehmungen Vertrauen entwickeln. Das ist wie ein Kreislauf: Du gehst hinein, machst Erfahrungen, dadurch steigt das Vertrauen, dadurch gehst du leichter und tiefer hinein. Vertrauen bringst du nicht als großen Block am Anfang mit. Es entsteht mehr und mehr, je weiter du gehst. Glaubenssätze spielen dabei eine wichtige Rolle, denn sie stehen uns auf dem medialen Weg immer wieder im Weg.

Du trainierst eine Fähigkeit, die schon da ist

Du musst es als Kind nicht gekonnt haben. In meiner Wahrnehmung gibt es zwei Gruppen von Menschen. Die einen haben diese Fähigkeiten als Kind weniger weggemacht und haben deshalb leicht Zugang dazu. Die anderen entdecken Medialität und Spiritualität erst in einem fortgeschritteneren Alter. Für sie ist es ein Zurückerinnern an das, was als Kind weggemacht wurde, auch wenn du dich an nichts mehr erinnerst. Wir haben das sehr häufig so gelernt: Das ist Blödsinn, lass das, denk nicht mehr daran – und das, was du da siehst, wurde weggemacht.

Der Satz, den ich dir dazu mitgeben möchte: Du trainierst eine Fähigkeit, die schon da ist. Etwas Neues musst du dafür nicht lernen. Der erste Schritt besteht darin, den Zugang zu diesen medialen Fähigkeiten und Wahrnehmungen zu öffnen.

Warum es bei manchen nicht vorangeht

Warum geht es bei manchen Menschen nicht voran? Diese Frage kommt immer wieder, und es gibt mehrere Antworten darauf.

Viele wollen zu viel und gehen mit viel Druck hinein. Sie nehmen sich vor, jeden Tag eine Stunde zu meditieren, morgens und abends. Das ist mit dem Alltag nicht vereinbar, die Regelmäßigkeit bleibt nicht, und durch dieses Zuviel geht es nicht voran. Druck ist nicht hilfreich. Alles andere ist hilfreich in diesem Prozess der medialen Wahrnehmung. Auch ich lande immer wieder an der Stelle, an der Druck aufgebaut wird, und dann darf er herausgenommen werden.

Das Zweite ist die Frage direkt nach der Wahrnehmung: Stimmt das? Ist das richtig, was ich da wahrgenommen habe? Damit kommt sofort eine Bewertung hinein. Am Anfang, und auch wenn du eine neue Fähigkeit dazulernst, geht es darum, Erfahrungen zu sammeln und dich mit Neugier einzulassen. Der Abgleich darf draußen bleiben. Probiere es ein paar Mal aus und nimm wahr, ob es stimmig ist, damit du in dieses Vertrauen hineinwachsen kannst.

Das Dritte: Viele Menschen wollen den Verstand ausschalten. In meiner Wahrnehmung geht das nicht. Der Verstand ist auch auf dem medialen Weg sehr hilfreich. Wichtig ist, dass er am richtigen Platz ist, dass du ihn mitnimmst und annimmst, was an Zweifeln und Fragen kommt. Auf dem medialen Weg braucht es beide Pole: das Wissen, was du gerade tust und wo du unterwegs bist, und die Erfahrung, dass beides zusammengeht.

Erfahrung ist keine To-do-Liste

In der Medialität geht es um Erfahrung, und die ist keine To-do-Liste zum Abhaken. Du lässt dich in das Fühlen und in das Annehmen ein und tauchst mit allem in die Erfahrung ein, was da ist oder auch nicht da ist. Dazu gehört die Bereitschaft, dass etwas kommen kann und dass auch nichts kommen kann.

Das ist bei mir selbst so. Manchmal setze ich mich hin und beginne den Channeling-Prozess, und dann nehme ich wahr, dass es nicht passt. Ich kann mich nicht öffnen, oder ich bin noch zu präsent. Dann klappt es einfach nicht, und dann darfst du damit Frieden machen und das wahrnehmen, was da ist. Das Ego, das unbedingt will, dass es jetzt gehen muss, darf zur Seite treten.

Ein Beispiel vom Channeln: Bei mir kam am Anfang immer nur ein einziges Wort. Ich dachte, was soll ich mit diesem einen Wort, damit kann ich doch keine Channeling-Session beginnen. Irgendwann habe ich verstanden: Es kommt ein Wort, ich spreche es aus und vertraue darauf, dass ich durch dieses Wort in den Prozess hineingeleitet werde, auch wenn es für mich keinen Sinn ergibt. Daraus entsteht eine neue Erfahrung und daraus wieder Vertrauen. So konnte ich mich mehr und mehr darauf verlassen: Ein Wort ist mein Türöffner, da geht es lang.

Wie du beginnen kannst

Wenn du starten oder eine neue Fähigkeit lernen willst, empfehle ich dir, vier Wochen lang regelmäßig dranzubleiben, damit du eine gewisse Routine entwickelst. Dafür reichen jeden Tag 10 bis 15 Minuten. Wenn es nicht jeden Tag geht, dann so oft wie möglich. Das gilt auch, wenn du es mit anderen Formaten machst, denn es gibt viele Möglichkeiten, Zugang zu deiner medialen Wahrnehmung zu finden.

Wie lange dauert es?

Ohne begleiteten Kontext möchte ich keine Standardzahl nennen. Von dem Moment an, in dem du dich für ein Thema interessierst, bis zur Öffnung geht einfach Zeit vorbei. Es braucht diese Zeit, weil dein Nervensystem etwas Neues lernen darf: dass diese Erfahrung nicht bedrohlich und sicher ist. Unter Umständen entwickelst du ein ganz neues Weltbild. Sei geduldig mit dir. Du kannst dir das nicht diktieren. Du kannst Glaubenssätze lösen, wenn sie auftauchen, und dich langsam weiter vertiefen. Es kann sich zwischendurch wie Stillstand anfühlen. Das ist keiner, denn dein Nervensystem löst viele gespeicherte Regungen und lässt sich auf einen neuen Prozess ein. Der darf seine Zeit haben.

Du öffnest dich leicht, wenn es für dich an der Zeit ist. Dass es an der Zeit ist, merkst du daran, dass du dich für ein Thema interessierst, dranbleiben willst und mehr darüber erfahren möchtest.

Essenz: Medialität trainierst du wie einen Muskel – mit kurzen, regelmäßigen Einheiten, Offenheit und wachsendem Vertrauen, ohne Druck und ohne den Verstand auszuschalten.

Wenn du dich beim Üben begleiten lassen und vier Wochen dranbleiben möchtest:


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Zwischen den Welten – Valeria Told

Mein Name ist Valeria Told und ich stehe für eine geerdete, freiheitliche Mystik. Als ehemalige Intendantin bringe ich pragmatische Struktur und klare Ausrichtung in die Welt der Medialität. Seit 2016 erforsche ich erweiterte Bewusstseinszustände aktiv mit meinem Kanal zum Nicht-Physischen, Devinaya.

Als mediale Mentorin begleite ich dich dabei, deine eigenen Kanäle sicher zu öffnen, deine medialen Fähigkeiten zu entfalten und deine wahre Bestimmung in die Welt zu tragen. Damit du in deinem Erwachensprozess tiefer gehen und deine spirituellen Potenziale voll und ganz leben kannst.

Valeria Told lächelnd auf einer Terrasse, Portrait für die Wer-bin-ich-Sektion

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