Wo gehörst du hin mit deiner Medialität?

Wo gehörst du hin mit deiner Medialität?

Über Zugehörigkeit, die Berufsfrage und einen Seelenplan, den du beim Gehen erfährst.

Wohin gehöre ich mit meinen Wahrnehmungen? Wohin gehöre ich mit Erfahrungen, die ich nicht einordnen kann?

Diese Frage höre ich ziemlich häufig, und sie meint Unterschiedliches. Ich sehe drei Dinge darin: Zu welchen Menschen gehöre ich mit diesen Erfahrungen? Muss das mein Beruf werden? Und warum bin ich überhaupt hier? In der dritten Frage fließt der Seelenplan mit hinein. Diese drei Punkte schauen wir uns an.

Zu welchen Menschen gehöre ich?

Für mediale Wahrnehmung brauchst du keine Riesenszene um dich herum, um dich wohlzufühlen. Es reichen zwei oder drei Menschen, mit denen du dich austauschen kannst. Sehr häufig findest du diese Menschen nicht im Freundeskreis. Dann fühlst du dich damit allein gelassen, hast das Gefühl, mit niemandem darüber sprechen zu können, oder fürchtest, dass andere dich für verrückt halten. Für sehr viele Menschen ist das so.

Häufig entstehen die Begegnungen in einem Seminar oder in einem Retreat. Ein Seminar kann auch online stattfinden, wenn es eine Community gibt und Live-Calls, in die du einsteigen kannst, um andere Menschen wahrzunehmen, die mediale Erfahrungen machen. Diese Erfahrungen können deinen ähnlich sein, aber auch anders. Dasselbe gilt für ein Event, bei dem du in den Austausch kommst. So entsteht bei vielen Menschen Zugehörigkeit.

Dazu möchte ich dir etwas mitgeben: Zugehörig sein zu wollen und dich gleichzeitig nicht zeigen zu wollen, ist völlig okay. Das ist eine Zwischenphase auf diesem Weg. Du spürst, dass du dich gern austauschen möchtest, und dennoch ist noch nicht genug Sicherheit da, um über deine Wahrnehmungen zu sprechen. Diese Phase darf sein.

Für viele Menschen ist eine Gruppe oder ein Online-Seminar der erste Ort, an dem sie überhaupt aussprechen, was sie wahrnehmen. Auch das geht oft nicht sofort. Manchmal ist es wichtig, dass sich das zunächst im Austausch mit dem Trainer schriftlich zeigen kann, damit es nicht gleich alle hören. Manche fühlen sich wohl und teilen sich gern mit, anderen tut es gut, es von anderen zu hören. Dann gibt es die Möglichkeit, es in der Community zuerst aufzuschreiben und dich so zu zeigen. Das ist ein zartes Pflänzchen, das wachsen darf. Sorge dafür, dass du verschiedene Möglichkeiten hast, dich zu zeigen, und behalte im Blick, dass ein Seminar für ganz viele Menschen der erste Ort ist, an dem sie laut aussprechen, was sie erleben.

Zugehörigkeit entsteht, wenn niemand nachfragt, ob das komisch ist, und die Erfahrung einfach stehen bleiben kann – so normal, wie Brötchen beim Bäcker zu kaufen. Wenn alle medialen Wahrnehmungen da sein dürfen, entsteht dieses Gefühl.

Muss das mein Beruf werden?

Bei dieser Frage entsteht bei manchen Menschen schnell Druck. Du nimmst wahr, dass du etwas kannst, dass sich eine Gabe öffnet, du erinnerst dich an eine Fähigkeit, die du hast, und sofort kommt der Gedanke: Muss ich das jetzt zu meinem Beruf machen? Muss ich ein Medium werden? Nein, das musst du überhaupt nicht.

Bei vielen Menschen beginnt der Weg damit, die eigenen Fähigkeiten zu entdecken, für sich einzuordnen und für sich zu nutzen. Viele, die in meinen Programmen sind, wollen mediale Fähigkeiten lernen, entwickeln und anwenden, ohne sofort einen Beruf daraus zu machen.

Ein Beispiel: Wenn du Klavier lernst, weil dir das Klavierspielen gefällt, startest du nicht mit dem Gedanken, Klavierkonzerte mit Orchester zu spielen. In manchen Bereichen sind wir viel toleranter und erlauben uns, Dinge und Fähigkeiten einfach zu lernen. Du darfst lernen, ohne einen Beruf daraus zu machen. Du kannst deine medialen Gaben nutzen und Steuerberaterin bleiben.

Bei vielen Menschen, die sich auf diesen Weg einlassen und ihren Kanal öffnen, fließen die Wahrnehmungen manchmal ganz unauffällig und unbewusst in das Arbeitsleben ein. So ist es auch bei mir passiert. Du hörst anders zu, nimmst andere Ebenen mit wahr oder weißt, wo etwas klemmt, bevor es jemand ausgesprochen hat. Oder du holst Informationen für dich herein und gestaltest damit deinen Arbeitsalltag anders. Du machst die gleiche Arbeit, aber mit mehr Information, die dir zugänglich ist.

Wofür bin ich hier?

Diese Frage steckt ebenfalls in „Wohin gehöre ich damit?“ und hat mit dem Seelenplan zu tun. Ganz viele Menschen fragen, wie sie ihren Seelenplan erkennen können. Dahinter steckt die Annahme, der Seelenplan sei etwas Vorgegebenes, das du finden und verstehen musst, um es abzuarbeiten, eine Aufgabe oder eine Liste. Das ist er nicht.

Der Seelenplan ist eine Richtung, keine Route. Es geht um Qualitäten, die deine Seele integrieren will. Dazu gehören Erfahrungen in dieser dualen Welt und Beziehungen, die auf deinen Lebensweg hineinwirken. Deshalb ist es wertvoll, immer wieder dorthin zu schauen, wo sich Situationen in deinem Leben wiederholen. Daran bekommst du einen Hinweis deines Seelenplans, dass du weitergehen darfst. Du musst den Seelenplan nicht herausfinden, bevor du anfängst. Du erfährst ihn, während du gehst.

Wo gehörst du hin?

Um diese Frage zu beantworten, empfehle ich dir, dich einzulassen, zu erforschen und auszuprobieren, was zu dir passt: mit welchen Fähigkeiten du dich wohlfühlst und was dich interessiert. Bleib neugierig und lass dich auf deine medialen Wahrnehmungen ein.

Es kann sein, dass aus der Frage „Wo gehöre ich hin?“ irgendwann die Frage wird: „Was mache ich damit?“ Das darf dauern und braucht seine Zeit. Genauso kann es sein, dass es für dich vor allem wichtig ist, diese Wahrnehmungen in dein Leben zu integrieren. Du kannst diesen Weg allein gehen, und du kannst ihn begleitet gehen.

Essenz: Du musst weder deinen Seelenplan finden noch einen Beruf aus deinen medialen Wahrnehmungen machen – du darfst dich einlassen, neugierig bleiben und deinen Weg gehen, während du ihn erfährst.

Wenn du diesen Weg begleitet gehen möchtest und in eine Community hineinkommen willst:

Zwischen den Welten – Valeria Told

Mein Name ist Valeria Told und ich stehe für eine geerdete, freiheitliche Mystik. Als ehemalige Intendantin bringe ich pragmatische Struktur und klare Ausrichtung in die Welt der Medialität. Seit 2016 erforsche ich erweiterte Bewusstseinszustände aktiv mit meinem Kanal zum Nicht-Physischen, Devinaya.

Als mediale Mentorin begleite ich dich dabei, deine eigenen Kanäle sicher zu öffnen, deine medialen Fähigkeiten zu entfalten und deine wahre Bestimmung in die Welt zu tragen. Damit du in deinem Erwachensprozess tiefer gehen und deine spirituellen Potenziale voll und ganz leben kannst.

Valeria Told lächelnd auf einer Terrasse, Portrait für die Wer-bin-ich-Sektion

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