Vom Sein ins Tun
Warum Annehmen nicht bedeutet, dass du aufhörst zu handeln — sondern der Anfang einer neuen, nicht mehr aus Mangel getriebenen Art von Tun.
Warum erleben wir Frustration, Trauer, Leere, das Nichts? Das war die Frage in der Transmission „Warum dein Leben zusammenbricht“. Zwei Aspekte kamen dabei durch, die ich besonders wertvoll finde und die ich hier noch einmal mit dir teilen möchte — damit du sie bewusst in dein Leben integrieren kannst.
In erster Linie ging es um ein Annehmen dessen, was da ist. Die Transmission drehte sich um zwei Pole: das Sein und das Tun. Um in den Seinszustand hineinzugleiten, darin präsent zu sein, geht es darum, anzunehmen, was sich zeigt — auch wenn gerade Frustration da ist oder Traurigkeit. Das ist ein Teil einer Erfahrung, mit der wir in Kontakt kommen wollen, damit wir eine bestimmte Seelenessenz leben können. Der Umgang damit ist nicht, sich davon überwältigen zu lassen, sondern es immer wieder als einen Teil von sich anzunehmen — einen Teil, der einfach gesehen werden will, der da sein darf, der nicht wegrationalisiert oder wegtransformiert werden muss, sondern einfach dazugehören darf.
Und in diesem Dazugehören, in diesem Sehen, dass da eine Not in dir ist, dürfen diese Anteile entlassen werden. Das ist auch genau die Richtung, in die mediale Traumaheilung geht. Der erste Teil ist also dieses Annehmen — und dadurch ein Sich-Ausbreiten in alles, was ist. Das ist das Sein.
Der zweite Teil handelte vom Tun. Und da kam etwas ganz Wichtiges durch: Es geht nicht darum, sich in dieses Sein hinein zu entspannen, hinein zu faulenzen, und aus dieser Idee heraus dann nichts mehr zu tun. Im Gegenteil. In diesem Sein liegt eine neue Qualität des Tuns — ein Handeln, das nicht mehr auf Mangel basiert.
Bevor wir uns auf den Weg der Spiritualität und Medialität einlassen, entsteht Tun sehr häufig aus einem Mangel heraus. Wir wollen etwas kompensieren. Exzellenz entsteht oft genau deshalb, weil in der Kindheit — oder wo auch immer — ein Mangel da war: das Nicht-gesehen-werden, nicht gut genug gewesen zu sein, nicht genug Geld gehabt zu haben. Aus diesem Mangel heraus entsteht ein gewaltiger Antriebsfaktor für all das Tun auf der Erde. Der zweite Mechanismus, durch den wir in der unbewussten Welt ins Tun kommen, läuft über bestimmte Triebfedern, deren wir uns gar nicht bewusst sind — warum wir plötzlich motiviert sind, endlich das Fenster zu putzen oder für die Prüfung zu lernen. Irgendein Schmerz wird größer, bis es kippt und wir beginnen, etwas zu tun, das wir vorher lange vor uns hergeschoben haben.
Wenn du dich auf den Weg der Bewusstseinserweiterung begibst, wird das Ganze wie in dir aufgeräumt — so würde ich es am ehesten beschreiben. Sowohl deine Gedanken werden aufgeräumt als auch gemeistert. Sie sind da, und sie dürfen da sein — das ist die Idee des Annehmens. Doch du wirst nicht mehr von ihnen gesteuert. Du nimmst sie wahr und kannst anders mit ihnen umgehen. Du kommst in eine aktive Entscheiderrolle. Gleichzeitig bezieht sich dieses Aufräumen auf deine Gefühle: Du wirst von Emotionen nicht mehr überrollt, sondern lernst, mit ihnen umzugehen, ihnen zu erlauben, da zu sein, ein Teil von dir zu werden.
Und hier liegt das Paradox: Je mehr du annimmst, desto mehr transformierst du. Es geht nicht darum, sich das Ziel zu setzen, etwas zu transformieren — genau dadurch, dass du dieses Ziel gar nicht hast, transformiert es sich. Dieser Paradoxie begegnen wir immer wieder in der nicht-physischen Welt.
Genau durch diesen aufgeräumten Zustand entsteht eine Weite, in der sich eine neue Kraft des Tuns entwickelt — ein Tun, das nicht mehr von einem inneren Feuer angetrieben wird, von einer Motivation, die einen vorantreibt. Ich habe das selbst erlebt: Ich hatte keinen Job, ich bin einfach aufgegangen. Ich hatte dieses innere Feuer, und als Intendantin im Orchester- und Opernbetrieb hat es mich immer wieder hingezogen. Es gab 50-, 60-, 70-, 80-Stunden-Wochen, die sich nicht wie Arbeit angefühlt haben. Und trotzdem hatte dieses Feuer eine enorme Unruhe in sich — es war nicht konstant. An einer bestimmten Stelle hat es sich wie in sich zurückgezogen, und genau da bin ich in eine Art Depression hineingerutscht, habe mir Fragen gestellt wie: Wozu das alles? Das Tun wurde dann zu einer Aufgabe, die ich abarbeiten musste.
Wenn du dich stattdessen auf den Weg der Spiritualität begibst, entsteht diese neue Qualität des Tuns. Ich würde sie am ehesten so beschreiben: Anstelle eines Feuers wächst in dir so etwas wie ein Baum — verwurzelt, verbunden, und trotzdem stetig wachsend. Einfach mit dem, was ist, und mit der richtigen Zeit — da musst du nichts forcieren. Es geschieht wie von allein. Dieser Baum wird grün und trägt Früchte, die du auch ernten kannst.
Es geht nicht darum, aus dem Sein heraus nichts mehr zu tun. Es geht darum, aus dem Sein heraus anders zu tun — verwurzelt statt getrieben.
Diese zwei Aspekte fand ich besonders wichtig: einerseits dieser erste Schritt, das Annehmen dessen, was ist, um im Seinszustand ganz anzukommen — und andererseits, aus diesem Zustand heraus in eine neue Qualität des Tuns hineinzuwachsen, die nicht mehr hitzig oder getrieben ist, sondern verwurzelt, und die einfach wächst. Das ist der Weg.
Zwischen den Welten – Valeria Told
Mein Name ist Valeria Told und ich stehe für eine geerdete, freiheitliche Mystik. Als ehemalige Intendantin bringe ich pragmatische Struktur und klare Ausrichtung in die Welt der Medialität. Seit 2016 erforsche ich erweiterte Bewusstseinszustände aktiv mit meinem Kanal zum Nicht-Physischen, Devinaya.
Als mediale Mentorin begleite ich dich dabei, deine eigenen Kanäle sicher zu öffnen, deine medialen Fähigkeiten zu entfalten und deine wahre Bestimmung in die Welt zu tragen. Damit du in deinem Erwachensprozess tiefer gehen und deine spirituellen Potenziale voll und ganz leben kannst.

Bleibe in Verbindung
Erhalte regelmäßige Impulse, neue Transmissions und exklusive Einblicke direkt in dein Postfach.

